| Zur Malerei von Martin Jagodzinski | |
Martin Jagodzinski malt Landschaften, die vom Wesen der Natur erzählen, indem die stetige Verwandlung ihrer Erscheinung und der Mensch in der Natur zum Thema gemacht werden. Eindrücke, die der Maler während seiner Reisen gesammelt hat, dienen als Material für die freie Komposition im Atelier. Die Bilder, die so entstehen, sind keine zufälligen Spiegelungen gesehener Natur. Sie sind eher eine Auseinandersetzung mit der ganzen Rätselhaftigkeit der Natur, die sich den Sehgewohnheiten des Betrachters meist entzieht. Die Beziehung zwischen Mensch und Natur entwickelt sich in einem langen kulturhistorischen Prozess, dem auch die Erfindung der Landschaftsmalerei als autonome Gattung in der Frühen Neuzeit zu verdanken ist – einhergehend mit einem sonderbaren Paradoxon: Erst mit dem Beginn der Vergewaltigung und Ausbeutung der Natur durch den Menschen wird die Natur bildwürdig. Martin Lade | |
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